Und wir sind wieder unterwegs…

In Veracruz müssen wir noch eine ganze Weile warten und uns durch die mexikanische Bürokratie hangeln, bis der Laster endlich freigegeben wird. Papiere da, Kopien hier, warten, Zollkontrolle, wieder warten, weitere Papiere werden von A nach B verschickt. Das kann schon mal dauern.

Die Hauptsache ist, dass der Laster heil angekommen ist und wir in ein neues Abenteuer starten können.

Erstmal geht es ein Stück in den Norden nach Xalapa zu den Olmekenköpfen.

In der Nähe finden wir einen schönen Strand mit Sanddünen. Wir lernen ziemlich schnell, dass man sich, falls man seine Ruhe haben will, nicht an einem Wochenende am Strand stehen sollte. Es wird gefeiert.

Kaum ist Sonntagnachmittag, haben wir den Strand für uns.

Das ist vorerst der nördlichste Punkt für uns in Mexiko. Von hier fahren wir erstmal Richtung Yucatan Halbinsel.

Zuerst machen wir Halt am Lago Catemaco und bleiben dort gleich länger. Ein kleines Paradies mitten im Dschungel. Jeden Tag fliegen die Cacamayas (Aras) vorbei, wir hören Brüllaffen, sehen Echsen und große Schmetterlinge und schlafen nachts bei Dschunglesound ein. Im See schwimmen Kaimane, angeblich ungefährlich aber wir schwimmen dann doch lieber im Dschungel Natur Pool.

Unterwegs …

Bienvenido a México

Es ist schon ein bisschen seltsam, nach fast einem Jahr ohne Laster unterwegs zu sein. Nachdem wir ihn in Bremerhaven abgegeben haben und ihn auf große Fahrt geschickt haben, machen wir uns schon mal mit Rucksack und dem nötigsten bepackt auf den Weg nach Mexiko.

Buon viaje….

Die Jungs geniessen ihren ersten Flug, werden mit Geschenken der Airline überhäuft und zur Erinnerung bekommen sie noch ein hübsches Polaroid..

Wir bleiben die ersten Tage in Veracruz. Strand, Sonne, Pelikane, Taco, Salsa, Marriachi Bands, (überhaupt ist überall Musik) tanzende Menschen auf der Straße und ein buntes Treiben begrüßen uns. Es ist einfach wunderbar.

Die nächsten vier Wochen verbringen wir auf El Rancho in Chignahuapan in der Nähe von Puebla und helfen auf einer Farm mit bis wir unser „Zuhause“ wieder haben.

Wir pflanzen Bohnen, Mais, Bäume und Agaven, bauen zwei Hühnerställe und einen Schweinestall, kümmern uns um den Gemüsegarten und füttern jeden Tag die Tiere. Der Zaun muss erneuert werden, der Hof betoniert und vieles mehr….ein Schwein wird geschlachtet und einige Fiestas gefeiert. Wir erfahren immer mehr über Land und Leute, bekommen viele Tipps und gleichzeitig wächst die Vorfreude auf s Weiterreisen.

Schwein vorher…
…und nachher.
Chignahuapan…
Eine Wasserschlange
Krötenechse

Unterwegs nach Nordmazedonien

An der bulgarischen Grenze wird der Laster gründlich desinfiziert… wobei nicht mal die Reifen nass werden und wir müssen auf die Waage für Fracht-Lkws. Warum auch immer?

Innerhalb eines Tages fahren wir Transit durch Bulgarien mit vorgegebenem Streckenverlauf. Regen,Nebel, regungslos Blicke der Einheimischen und Ostblock-Charme erwarten uns. Wir fahren einfach drauf los….

In Nordmazedonien fühlen wir uns auf Anhieb wohl. Die Landschaft hat sich direkt nach der Grenze verwandelt. Wir sind wieder in den Bergen und die Menschen lachen und winken.